Erkrankungen (Indikationen) Informationen

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht aller Erkrankungen (Indikationen), die durch Inanspruchnahme von Lichttherapie dauerhaft gelindert oder sogar komplett beseitigt werden können.
 

Erkrankung (Indikation) Behandlung mit
Winterdepression (SAD) Tageslicht
Schlafstörungen Tageslicht
Prämenstruelles Syndrom (PMS) Tageslicht
Akne Vulgaris Farblicht
Schuppenflechte (Psoriasis) UV-Licht
Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) UV-Licht
Neurodermitis UV-Licht
Allergien Infrarot-Licht


Tageslicht/Weißlicht

Winterdepression (SAD)
In den Tropen steht der Rohstoff Licht ganzjährig in ausreichender Dauer und Intensität gratis zur Verfügung. In unseren Breiten ist dies leider in den Herbst- und Wintermonaten nicht der Fall, was bei vielen Menschen zu Lichtmangel und einer damit einhergehenden Winterdepression führen kann. Heutzutage leiden Millionen von Menschen (3-8% der Population der nördlichen Halbkugel) in der dunklen Jahreszeit unter einer Winterdepression, auch Winterblues, Saisonal effektive Depression oder SAD (Seasonal Affective Disorder) genannt. Diese führt zu Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit und schlimmstenfalls zu starken Depressionen.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. So ist es z.B. in der Regel der Fall, dass wir unsere Lebens- und Arbeitsumwelt meist nur mit Beleuchtungsstärken von ca. 500 Lux ausstatten. Im Winter reicht diese Beleuchtungsstärke aufgrund des schwachen Tageslichts nicht aus, um den natürlichen Lichtmangel künstlich auszugleichen. Bei einigen Menschen kommt noch hinzu, dass sie bei künstlichem Licht aufstehen, in der Dämmerung zur Arbeit fahren, den Tag auf der Arbeit bei einer Beleuchtungsstärke von 500 Lux verbringen, bei Dämmerlicht nach Hause fahren und dort abends im dunklen Zimmer sitzen.

Licht ist für Menschen einer der stärksten äußeren Reize und für die Ausschüttung bestimmter Hormone und Botenstoffe im Gehirn verantwortlich. Diese Substanzen beeinflussen unsere Aktivitäten, Gefühle und unser Wohlbefinden, werden aber nur in ausreichender Menge bei ausreichender Beleuchtungsstärke (ab 2.500 Lux) ausgeschüttet. Mit Hilfe der Tageslicht-/Weißlicht-Therapie kann eine Winterdepression daher erheblich gelindert oder sogar komplett beseitigt werden.

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Schlafstörungen
Heute leben und arbeiten sehr viele Menschen unter künstlichem Licht bei relativ niedrigen Beleuchtungsstärken von etwa 500 Lux, was dazu führt, dass unser Gehirn im „Nachtmodus“ bleibt. Die Folge daraus ist, dass der körpereigene Rhythmus nicht zum Tag-Nacht-Rhythmus der Mehrheit der Bevölkerung passt und man sich in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigt fühlt. Um diese nämlich komplett abzurufen, braucht der Mensch eine Beleuchtungsstärke von mindestens 2.500 Lux. Lebt er jedoch längere Zeit ohne ausreichende Beleuchtung zu erhalten, kann es zu Schlafstörungen kommen.

Schlafstörungen treten oftmals auch bei Schichtarbeitern oder Reisenden zwischen Kontinenten und Zeitzonen (Stichwort: Jet Lag) auf. Mit Hilfe der Tageslicht-/Weißlicht-Therapie lassen sich Schlafstörungen erheblich lindern oder sogar komplett beseitigen.


Prämenstruelles Syndrom (PMS)
Mehr als die Hälfte aller Frauen über 30 Jahren leiden circa eine Woche vor dem Eintritt ihrer Periode unter erheblichen körperlichen und psychischen Beschwerden. Dazu zählen u.a. Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Schwunglosigkeit oder Schmerzen verschiedenster Art. Der Volksmund spricht dabei von den „Tagen vor den Tagen“, der Fachmann vom prämenstruellen Syndrom.

Die Beeinträchtigung ist für die betroffenen Frauen oft stark, trotzdem gehen nur relativ wenige Frauen zum Arzt oder stufen PMS als Krankheit ein. Sie glauben irrtümlich, dass diese Befindensstörungen zum „Frau sein“ dazu gehört. Dies ist jedoch weder richtig noch sinnvoll. Stattdessen können Ärzte kontaktiert oder die Beschwerden mit Hilfe von Tageslicht-/Weißlicht-Therapie erheblich gelindert oder sogar komplett beseitigt werden.



Farblicht

Akne Vulgaris
Die gewöhnliche Akne, eine Infektionskrankheit ohne Ansteckgefahr, auch als Akne Vulgaris bekannt, ist eine der häufigsten Hauterkrankungen bei Jugendlichen. Im Alter zwischen 12 und 18 Jahren entwickelt fast jeder Jugendliche eine Akne. Diese kann in drei Schweregraden auftreten, die als „Leichte Form“ mit Mitessern, als „Mittelschwere Form“ mit Mitessern, entzündeten Knötchen und eitergefüllten Bläschen sowie als „Schwere Form“ mit entzündeten Knoten und Aknenarben bezeichnet werden. Bei 15% der betroffenen Jugendlichen tritt sie so schwer auf, dass eine Behandlung erforderlich ist. In den letzten Jahren leiden aber auch immer mehr Erwachsene unter Pickeln, Mitessern und Hautunreinheiten, die neben verdeckten Körperstellen oftmals auch im Gesicht, am Hals oder dem Dekolleté auftreten und mit einem psychischen Leidensdruck verbunden sind.

Akne wird oftmals durch eine erhöhte Aktivität der Talgdrüsen ausgelöst. Der fetthaltige Talg verstopft dabei die Poren, wodurch die Umgebung anaerob (ohne Sauerstoff) wird und sich offene Mitesser bilden. Dies kann sich zu einer Entzündung entwickeln, bei der die abgestorbenen Zellen am Ausführungspunkt verhornen und ein geschlossener Mitesser entsteht. In diesem kommt es zu einer massenhaften Vermehrung des Propioni-Bakteriums Acnes und es werden Entzündungsprozesse gestartet, die zu Pickeln führen.

Durch hormonelle, psychische oder ernährungsbedingte Faktoren kann es anschließend zu einer Verschlechterung des Hautbildes kommen. Durch Anwendung der Farblicht-Therapie mit rotem und blauem Licht kann die Aknebildung aber deutlich gelindert und eine medikamentöse Aknebehandlung überflüssig gemacht werden.



UV-Licht

Schuppenflechte (Psoriasis)
Schuppenflechte ist eine entzündliche Hautkrankheit, unter der weltweit 2% der Bevölkerung leiden. Bei der am weitesten verbreiteten Form (Plaque Psoriasis) trete scharf begrenzte, hell- bis dunkelrote, stark schuppende entzündliche Stellen auf. Diese befinden sich insbesondere auf der Kopfhaut, am Ellenbogen, am Knie, in der Kreuzbeingegend sowie an Finger- und Fußnägeln. Begleiterscheinende Spannungsgefühle und Juckreiz gehören ebenfalls zu den Symptomen einer Schuppenflechte.

Vorwiegend tritt die Schuppenflechte bei Personen im Alter von 20 bis 40 Jahren sowie ab 60 Jahren auf. Nichtsdestotrotz können auch Kinder an Schuppenflechte (Psoriasis) erkranken. Ausgelöst wird die Schuppenflechte u.a. durch Medikamente, Infekte, psychischen Stress oder eine erbliche Veranlagung. Mit Hilfe der UV-Lichttherapie können die Symptome jedoch erheblich gelindert bis komplett beseitigt werden.


Weißfleckenkrankheit (Vitiligo)
Die Weißfleckenkrankheit, auch Vitiligo genannt, ist eine chronische Hauterkrankung, bei der weiße Flecken auf der Haut vorkommen. Circa 1% der weltweiten Bevölkerung leiden unter dieser Pigmentstörung, bei der die pigmentbildenden Zellen vollständig zerstört werden. Wie auch bei anderen Hauterkrankungen wird die Veranlagung eine Vitiligo zu entwickeln, meist vererbt. Psychische Faktoren können aber ebenfalls eine Rolle spielen. Die Ausprägung ist dabei je nach Person unterschiedlich und tritt in zwei Formen, der sogenannten „generalisierten Form“ und der „lokalisierten Form“ auf.

Die generalisierte Form kommt häufiger vor und hat durch sein symmetrisches Auftreten ein besonderes Merkmal. Betroffen sind oftmals mehrere, mechanisch stark beanspruchte Körperstellen wie Knöchel, Knie, Ellenbogen, Finger oder auch Achseln. Die generalisierte Form schreitet innerhalb von 10-20 Jahren immer weiter fort und kommt dann zum Stillstand.

Die lokalisierte Form ist nicht symmetrisch und betrifft nur wenige Körperstellen. Diese Form entsteht innerhalb weniger Monate und schreitet nicht weiter fort. Beide Formen lassen sich mit Hilfe der UV-Lichttherapie jedoch erheblich verringern oder sogar komplett beseitigen.


Neurodermitis
Bei Neurodermitis handelt es sich um eine chronische, entzündliche und schubweise verlaufende Hauterkrankung, die bis zu 10% der Kinder und jungen Erwachsenen betrifft. Der Krankheitsbeginn liegt bei 60% der Neurodermitiker vor dem ersten Lebensjahr. Bei älteren Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen kann die Neurodermitis an jeder Körperstelle auftreten und sich in extremen Fällen über die gesamte Körperfläche erstrecken. In den meisten Fällen sind jedoch Ellenbeugen, Kniekehlen, Gesicht, Hals sowie Hand- und Fußpartien betroffen. Neurodermitiker leiden unter einer besonders empfindlichen, trockenen Haut, die häufig rissig und schuppig ist. Hinzu kommt ein starker Juckreiz und Brennen sowie Schmerzempfindungen der Haut.

Für den Ausbruch von Neurodermitis oder zur Verschlechterung des Zustandes können folgende Faktoren beitragen: Nahrungsmittel und Nahrungsmittelzusatzstoffe, mechanische Reizung der Haut, Infektionen, Tierhaare und Tierfedern, Umweltfaktoren (z.B. Pollen, Zigarettenrauch, Hausstaubmilben), psychische Faktoren (Belastungen, Stress) oder auch klimatische Bedingungen (z.B. Temperaturschwankungen). Mit Hilfe der UV-Lichttherapie können Sie diesen Faktoren entgegenwirken.



Infrarot-Licht

Allergien
Etwa 20% der Bevölkerung in Europa leiden unter Allergien gegenüber Pollen (Heuschnupfen), Hausstaub oder Tierhaaren. Bei vielen Betroffenen treten die Symptome wie Schnupfen, Asthma, Nasenjucken, Gaumenjucken, Niesen und Verstopfung der Nasen- und Nasennebenhöhlen bereits im frühen Kindesalter auf und können mehrere Jahrzehnte bestehen bleiben. Die Ursachen für eine Allergie sind dabei vielfältig. Oftmals handelt es sich um eine Vererbung, aber auch eine Zunahme der Hygiene, die Zunahme von Schadstoffen oder veränderte Lebensgewohnheiten können zum Ausbruch von Allergien sorgen.

Zur Behandlung von Allergien gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Eine davon ist die Kontaktaufnahme mit dem auslösenden Allergen zu vermeiden (z.B. Katzenhaare bei Tierhaar-Allergie meiden oder den Aufenthalt im Freien bei einer Pollenallergie). Eine weitere Möglichkeit, ist der Einsatz von Medikamenten. Diese Behandlungsmöglichkeit hat jedoch erhöhte Nebenwirkungen.

Im Gegensatz dazu ist die Behandlung mit Infrarot-Lichttherapiegeräten kostengünstig, nebenwirkungsarm und schnell und nachhaltig durchführbar. Dazu wird rotes sowie infrarotes Licht eingesetzt, was mit einer Wellenlänge ab 630 nm für rotes und 940 nm für infrarotes Licht emmitiert wird. Durch den Einsatz dieses unsichtbaren Lichts kann die Durchblutung gefördert und die lokale Immunabwehr gestärkt werden.

Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat mit ihren Partnern bereits umfangreiche Untersuchungen zur Wirkung des infraroten Lichts durchgeführt und in Person von Prof. Dr. Harry Whelan von der Universität Wisconsin festgestellt, dass durch Infrarot-Licht die Zellen mit Energie angereichert und die Heilung gefördert werden kann.